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Nach mancherlei Fährnissen traf Jason mit seinen Fahrtgenossen in Thessalien ein.
Doch obwohl er dem König Pelias nun das goldene Vlies aushändigte, war dieser entschlossen, dem verhaßten Neffen das Erbe vorzuenthalten. Durch Medeas Zauberkraft kam Pelias jedoch auf schreckliche Weise ums Leben. Das Königreich aber verlor Jason an den Sohn des Getöteten, der ihn aus dem Lande vertrieb.
Jason und Medea flohen nach Korinth, wo sie lange Jahre in glücklicher Ehe lebten.
Medea gebar zwei Söhne. Als sie älter wurde und die Reize ihrer Gestalt schwanden, wandte sich Jasons Liebe der schönen Glauke zu, der Tochter des Korintherkönigs Kreon, mit der er sich vermählen wollte. Medea wurde von rasender Eifersucht ergriffen, und vergebens beschwor sie Jason, von seinem Vorhaben abzustehen. Aber Jason blieb hart. Da heuchelte sie Versöhnung, sandte der jungen Glauke Geschenke und bereitete ihr dabei durch Gift einen schrecklichen Tod. Danach legte sie in wilder Rachsucht Hand an die eigenen Kinder; beiden nahm sie das Leben, um den ungetreuen Gatten jeglichen Trostes zu berauben.
Als Jason seine Kinder in ihrem Blute liegen sah, war er von Schmerz und Verzweiflung von Sinnen, er wollte Medea zur Rechenschaft ziehen und Rache nehmen. Plötzlich vernahm er ein Rauschen über sich, und emporschauend sah er, wie die Mörderin sich in einem drachenbespannten Wagen in die Lüfte erhob und entschwand. In auswegloser Verzweiflung stürzte sich Jason in sein Schwert. Er fiel auf der Schwelle seines Hauses.


