Gästebuch Links Mitgliederseite Veranstaltungen Kontakt Umfrage Impressum

Seite 5

Seite 3

Seite 4

Bald darauf stand Jason, den es drängte, seine Aufgabe zu erfüllen, vor Aietes, dem König des Landes.
"Ich komme aus Griechenland", sagte er, "und bin vom König Pelias von Thessalien gesandt, um das goldene Vlies von dir zu fordern. Gewähre uns Gastfreundschaft, König Aietes, und gib uns das Vlies, um das wir bitten!"
Finster blickte Aietes auf die Fremden. Er war nicht gesonnen, Jason das goldene Vlies bedingungslos zu überlassen. So stellte er ihm eine schwere Aufgabe: "Zuvor mußt du die ehernen Stiere, die Hephaistos geschaffen hat, vor den Pflug schirren und ein großes Feld umpflügen. In diese Furchen sollst du die Zähne eines Drachen säen, die ich dir geben werde; eiserne, lanzenbewehrte Männer werden daraus erwachsen, die du im Kampfe besiegen mußt!"
Neben König Aietes' Thron stand seine Tochter Medea. Das Schicksal fügte es, daß ihr Herz, vom Pfeile des Liebesgottes Eros getroffen, in heftiger Liebe zu Jason entbrannte. So wollte sie es nicht leiden, daß der herrliche Held der Gefahr erliege, und nutzte die Zauberkraft, die sie besaß, zu seiner Rettung. Sie bereitete aus Bergkräutern einen wundertätigen Saft und brachte ihn Jason. Der Held wunderte sich, daß die Königstochter heimlich zu ihm kam, aber dankbar ließ er sich über die zauberkräftige Wirkung ihres Trankes belehren.
"In ihm wohnt große Stärke und hohe Kraft. Bestreiche damit Gesicht und Hände" Arme und Beine", sagte Medea, "dazu Rüstung und Waffen. So wirst du gefeit sein gegen Verwundung und Feuer, und deine Waffen werden unwiderstehlich durch die härtesten Panzer dringen." König Aietes ahnte nichts von diesem heimlichen Tun seiner Tochter Medea. Er gebot Jason also, sich am nächsten Morgen einzufinden, um die gestellte Bedingung zu erfüllen. In aller Frühe war Jason zur Stelle, den zauberkräftigen Saft hatte er, wie Medea ihn geheißen, verwendet.