Gästebuch Links Mitgliederseite Veranstaltungen Kontakt Umfrage Impressum

Seite 3

Seite 1

Seite 2

Mit Entsetzen blickte Pelias auf den kraftvollen Jüngling, der - mit nur einem Schuh bekleidet - in die Königshalle trat. Als er in dem Fremdling seinen Neffen erkannte, verbarg er aber seine Furcht und nahm ihn freundlich auf.
Später jedoch suchte er einen nichtigen Vorwand, um sich des gefährlichen Nebenbuhlers zu entledigen. Schließlich wies er ihn außer Landes.
"Nicht eher sollst du mir wieder vor Augen treten", gebot er ihm, "als bis du mir das goldene Vlies deines Vorfahren Phrixos herbeibringst!"
Durch diesen Auftrag glaubte Pelias den Neffen zu verderben, zumal da Jason zögerte, dem Befehl des Oheims zu folgen. Der Jüngling ahnte die Gefahren, die auf ihn warteten, und war deshalb bestrebt, mutige Gefährten um sich zu scharen.
Griechenlands berühmteste Helden folgten seinem Ruf. Unter ihnen waren auch Herakles und zwei Söhne des Windgottes Boreas, dazu Theseus und die Zwillingsbrüder Kastor und Polydeukes, auch Peleus, der Vater des Achilles, der Sänger Orpheus und viele andere zählten zu Jasons Fahrtgenossen.
Am Fuße des Berges Pelion baute Argos, der geschickteste Baumeister Griechenlands, ihm nach Weisungen der Göttin Athene ein Schiff, dem er den Namen Argo gab; die Helden nannten sich die Argonauten.
Das herrliche Schiff gelangte unter Jasons Führung bald zur Stadt Salmydessa, über die König Phineus herrschte. Zeus hatte den König einst wegen einer Untat erblinden lassen, und zur besonderen Strafe hatte er ihm als schreckliche Störenfriede seines Mahls die Harpyien beigesellt. Das waren gepanzerte Vögel mit scharfen Klauen, die zur Mittagszeit erschienen, dem König die Speisen raubten und das Zurückgebliebene besudelten. Vergeblich versuchten des Königs Diener immer wieder, die schrecklichen Tiere abzuwehren; ihre Panzer machten sie unverwundbar.