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Der jungtürkische Genozidplan hatte in erster Linie die Eliminierung aller christlichen Ethnien im Osmanischen Sultanat zum Ziel, in zweite Linie die Türkisierung der muslimischen. Dieser Plan wurde im Ersten Weltkrieg zwar nicht vollständig umgesetzt, aber er wurde auch nicht von der kemalistischen, nachkemalistischen und der heutige türkische Elite aufgegeben. Die Politik sämtlicher nachkemalistischer Regierung gegenüber den Ethnien Kleinasiens, und insbesondere gegenüber den Kurden während der letzten zehn Jahre, bestätigt diese Aussage.
Die Lage der kleinasiatischen Griechen verschlechterte sich zu Beginn des Jahr 1915, als unter dem Vorwand vorbeugender, mit Kriegserfordernissen gerechtfertigter Maßnahmen die christliche Bevölkerung der Küstengebiete ins Innere Anatoliens umgesiedelt werden sollte. Ein entsprechender Beschluss der jungtürkischen Regierung war auf Drängen des mit dem Osmanischen Sultanat verbündeten Kaiserdeutschlands zustande gekommen.
Das eigentliche Ziel der aus diesem Umsiedlungsbeschluss resultierender Vertreibung der Bevölkerung, der Plünderungen, Brandschatzungen in den Dörfern, der Vergewaltigungen und Morde war aber die Enthellenisierung griechischer Gebieter, damit anschließend die Türkisierung dieser Region leichter vollzogen werden konnte.
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