Neuzeit

Durch die Abwanderung vieler Pontier aus dem Osmanisches Reich insbesondere nach Russland bildete sich dort gewissermaßen eine zweite pontische Kultur, die neben jener an der osmanischen Nordküste existierte und sich entwickelte. Im Jahre 1923 beendete der Vertrag von Lausanne die Existenz der pontischen Griechen im Osmanischen Reich auf tragische Weise.
Der im Vertrag geregelte Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei bedeutete für die pontischen Griechen de facto die Vertreibung aus der Heimat. Insgesamt mussten auf beiden Seiten völkerrechtlich sanktioniert zwei Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, davon 1,5 Millionen Griechen und knapp 500.000 Türken.
Die Griechen gaben damit Gebiete auf, die sie schon teilweise seit über 2.000 Jahren besiedelten. Aus diesen Gründen bestehen zwischen Türken und Griechen immer noch Ressentiments. In den letzten Jahren kam es aber zwischen den zwei Staaten zu einer Annäherung.
Die auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion lebenden Pontos-Griechen verließen nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1990 zunehmend diese Gebiete und wanderten meist nach Griechenland aus.


