Mittelalter

Die Eroberung Konstantinopels durch das Fränkische Reich im Vierter Kreuzzug zog die Aufsplittung des Byzantinisches Reich in kleine fränkische Staaten nach sich. Es entstanden aber auch kleinere griechische Königreiche. So kam es, dass Alexios I. (Trapezunt) aus der Dynastie der Komnenen gemeinsam mit seinem Bruder David (beide waren vor der Eroberung der Hauptstadt geflohen) das Kaiserreich Trapezunt, womit sich das bis dahin eher unbedeutende Trabzon|Trapezunt (das heutige Trabzon) seinen Platz in der Weltgeschichte sicherte.
Die erneute Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahre 1453 und der Fall von Trapezunt acht Jahre später, 1461 bildet für die pontischen Griechen eine Zäsur in ihrer Geschichte. Viele, insbesondere wohlhabende Einwohner der reichen Küstenstädte und der Dörfer flohen in die umliegenden Gebirgsregionen des Pontus, in dem Versuch, fernab der Aufmerksamkeit der neuen Herrscher, in neugegründeten und freien griechischen Dörfern und Städten zu leben. Ein großer Teil wanderte in das Russisches Reich aus, in dessen südliche Küstengebiete, nach Georgien, Armenien und Kasachstan, wo sie neue griechische Gemeinden gründeten. So entstanden kulturelle Zentren, die auch in den Folgejahrzehnten vom nunmehr osmanischen Pontus geflohene Griechen aufnahmen.


